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Jugendpolitische News - Update April 2020// Pfadfinden in Deutschland

UPDATE
Jugendpolitische News

 

Ausgabe April 2020

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Liebe Mitstreiter*innen für gute Kinder- und Jugendpolitik,

unumstritten sind derzeit alle Bereiche unserer Jugendverbandsarbeit geprägt durch die Einflüsse der Corona-Krise. Aber auch global gesehen bekommen Themen wie Gesundheit, Armut, Konsum, Ungleichheit, Freiheit und Demokratie in dieser Zeit noch stärkere Bedeutung. Das Wahrnehmen unserer gesamtgesellschaftlichen Verantwortung ist für uns als Pfadfinder*innen nicht nur in Zeiten wie diesen selbstverständlich. Als Pfadfinder*innen setzen wir uns für eine gerechte Welt, ein solidarisches Miteinander und globale Nachhaltigkeit ein.

Unser jugendpolitischer Fokus liegt dieses Jahr auf den 17 Zielen zur Nachhaltigen Entwicklung (SDG – Sustainable Development Goals). Eines dieser Ziele ist Geschlechtergerechtigkeit.

Für unsere Arbeit ist Geschlechtergerechtigkeit sehr wichtig, da es für uns Pfadfinder*innen ein Grundwert unserer Verbandsarbeit ist. Jede*r von uns trägt die Verantwortung ihre*seine Fähigkeiten – egal welcher Art und in welchem Umfang – engagiert und kritisch in der Gemeinschaft einzubringen. Wir Pfadfinder*innen haben es selbst in der Hand! Wir können uns aktiv entscheiden, Stereotype und Vorurteile zu bekämpfen, Situationen zu verbessern und die Errungenschaften von Mädchen*, Frauen* und Trans* zu feiern. Daher ist es wichtig, Rollenbilder zu hinterfragen und aufzubrechen, sei es durch Diskussionen oder Änderungen von vermeintlichen geschlechterspezifischen Aufgaben auf dem Pfadfinder*innenlager oder in der Gruppenstunde. Gemeinsam stehen wir für die Rechte von Mädchen*, Frauen* und Trans* ein. Immer und überall!


Herzliche Grüße und Gut Pfad
Die Jugendpolitische Kommission des rdp


Jacqueline Weil
Jugendpolitische Sprecherin RDP Bundesgeschäftsführerin des BdP


Anna Sauer
Jugendpolitische Sprecherin RdP, Vorsitzende der DPSG


Janina Bauke
Vorsitzende der PSG


Lena Kiefer
Referentin für Jugendpolitik des VCP

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DSK 2020

Unter dem Motto #vielfalt fand vom 28.03. – 01.03.2020 die Deutschsprachige Konferenz (DSK) in Hamburg statt. Neben verschiedenen Exkursionen zu verschiedenen Orten und Projekten in Hamburg setzten sich die 96 Teilnehmer*innen aus 11 Ländern und 17 Verbänden in mehreren Workshops thematisch mit dem Motto #vielfalt auseinander. Hier ging es unter anderem um Rainbow Scouting, den Tag des friedlichen Zusammenlebens oder um Gender & Diversity Mainstreaming in der Pfadiarbeit. Mit einer Bootstour durch den Hamburger Hafen wurde das Programm am Samstag echt hamburgerisch bei Nieselwetter abgerundet.

Gruppenbild der DSK 2020

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Interview mit Paul Klahre: DBJR Jugenddelegierter zur UN-Generalversammlung

Seit 2005 gibt es in Deutschland zwei Jugenddelegierte, die die deutsche Delegation zur Generalversammlung der Vereinten Nationen nach New York begleiten und direkte Jugendbeteiligung auf internationaler Ebene sichern. Sie setzen sich für die Belange junger Menschen ein, indem sie politisch Verantwortlichen als Experten*innen in Sachen Jugendfragen die Wünsche und Bedürfnisse junger Menschen näher bringen.

Für 2020 wurden Eva Croon und Paul Klahre als neue Jugenddelegierte zur UN-Generalversammlung ausgewählt. Ihre einjährige Amtszeit besteht in der Hauptsache aus zwei Teilen. In der ersten Phase werden sie die Meinungen, Visionen und Forderungen von Jugendlichen in Deutschland sammeln. Höhepunkt der zweiten Phase ist die Teilnahme bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen im Oktober in New York. Auch bei der Sozialentwicklungskommission im Februar werden die beiden den Interessen der Jugendlichen Gehör zu verschaffen.

Paul ist bei der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) Beauftragter für Internationales und studiert in Dresden Internationale Beziehungen. 

Frage: Warum sollen die Interessen junger Menschen bei den Vereinten Nationen vertreten werden?

Paul: Alle politischen Entscheidungen von heute betreffen uns junge Menschen. Das erklärt bereits, weshalb junge Menschen bei den Vereinten Nationen mitgestalten müssen. Wenn das mehr Menschen verstehen, ist schon viel erreicht. Die Zusammenarbeit zwischen Staaten hängt von Interessen und Meinungen ab – und nicht wissenschaftlicher Erkenntnis. Gibt es ein einziges Argument dagegen, dass junge Menschen diese Interessen mitbestimmen? Natürlich nicht, ganz im Gegenteil: alles spricht dafür, die Themen junger Menschen oben auf die Agenda von Entscheider*innen zu setzen.

Junge Menschen verbessern durch ihre Mitarbeit Entscheidungen. Dass die Vereinten Nationen in ihrer Jugendstrategie die verstärkte Einbeziehung von Jugendlichen fordern, ist ja kein Zufall. Junge Menschen sind unverzichtbar, um die Ziele der Vereinten Nationen zu verwirklichen! Etwa zur lokalen Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) oder für globale Friedensbemühungen. Häufig werden junge Menschen agents for change genannt. Damit sie tatsächlich positiven Wandel bewirken können, brauchen sie mehr Verantwortung. Die Perspektive junger Menschen ist die Perspektive der halben Welt. Diese Perspektive darf bei den Vereinten Nationen, dort, wo diese Welt gestaltet wird, nicht fehlen.

Frage: Welche Bedeutung hat Jugendverbandsarbeit für euch persönlich?

Paul: Die Deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) bietet mir als Jugendverband von klein auf einen Ort, an dem ich mich entwickeln kann. Tolle Gruppendynamik erleben, Fähigkeiten austesten, viel Spaß und so viel lernen, wie sonst nirgends. Jugendverbände bieten darüber hinaus die Strukturen, Engagement zu ermöglichen und Ressourcen zu mobilisieren. Als Teil der Bundesleitung der DPSG erlebe ich, wie viel Kreativität, Herz und Wissen verschiedene Menschen in einen Verband tragen können. Es ist ein großes Glück, dass Verbände in Deutschland so viele Angebote für Jugendliche machen. Diese Möglichkeiten empfinde ich als großes Privileg, das ist in vielen anderen Ländern leider nicht der Fall.

Seit ich wieder richtig aktiv Verbandsarbeit mache, entdeckte ich einen wichtigen Teil meiner Identität wieder. Einen Teil, den ich sehr gerne mag. Denn in Jugendverbänden zählt nicht die wirtschaftliche oder schulische/akademische Leistungsfähigkeit. Hier wird Individualität geschätzt, jede*r kann einen Platz finden. Meine Erfahrungen in Verbänden haben auch immer mit der Verjüngung von Strukturen zu tun. In manchen Gremien war ich plötzlich der Jüngste. Das ist die richtige Entwicklung, denn junge Menschen müssen in Jugendverbänden Entscheidungen treffen.

Natürlich bedeutet Jugendverbandsarbeit für mich auch einen großen zeitlichen Einsatz. Deshalb möchte ich an dieser Stelle zuletzt meine Bewunderung für alle engagierten Ehrenamtlichen in ihren Verbänden aussprechen, die großartiges Leisten und so unsere Welt ein bisschen besser hinterlassen, als wir sie vorgefunden haben - wie der Gründer einer der weltweit größten Jugendbewegung einst sagte.

Original-Interview vom DBJR Hier.

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Aus unseren Verbänden

Aus dem BdP

Der BdP Bundesvorstand hat entschieden seine diesjährige Bundesversammlung digital am 16.05.2020 stattfinden zu lassen. Aktuell arbeiten wir gerade an der Neukonzeptionierung und Realisierung einer digitalen Versammlung. Den Delegierten wird vorgeschlagen, eventuell im Herbst 2020 eine physische Bundesversammlung stattfinden zu lassen um ggf. Beschlüsse und Anträge hier in gewohnter Diskussionskultur zu beraten und zu beschließen.

Dieses Jahr haben wir Anträge zu einer neuen Ausbildungskonzeption, zur Verbandsentwicklung, zur Weiterarbeit des Arbeitskreis Echolot und zur Implementierung von verpflichtenden Schulungen für Stammes- und Landes- und Bundesvorstände in Bezug auf Prävention von sexualisierter Gewalt. Darüber hinaus soll es diese Verpflichtung auch für Vorbereitungstreffen für Veranstaltungsteams geben.  

Mit Hochdruck haben wir für unsere Untergliederungen Hinweise für virtuelle Gruppenstunden erarbeitet. Die aktuelle Ausgaben der Mitgliederzeitschrift PFADE beschäftigt sich mit diversen Themen zu Flucht und Asyl.

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Aus der DPSG

Stillstand in Verbands- und Jugendpolitik durch COVID-19? Nein, das muss doch auch sicher anders gehen. So hat die DPSG entschieden, ihre Bundesversammlung im Zeitraum 20. – 24. Mai 2020 digital auszurichten und arbeitet aktuell an der Konzeption und Realisierung dieses Projektes. Darüber hinaus soll zwischen August und Dezember 2020 eine zweite physische Bundesversammlung stattfinden, in der wie gewohnt alle stimmberechtigten und beratenden Mitglieder an einem Ort zusammenkommen sollen, um so noch ausstehende Entscheidungen und Beschlüsse fassen zu können, die im Mai zeitlich und technisch bedingt noch nicht möglich waren. Pfadfinden ist politisch – aber eben auch ein Abenteuer!

Was für die Bundesversammlung gilt, soll auch für Versammlungen und Konferenzen aller Ebenen der DPSG gelten. Deshalb hat der Bundesvorstand in Zusammenarbeit mit der AG Satzungsfragen der DPSG Bundesebene eine FAQ veröffentlicht, die den Mitgliedern der DPSG während der Pandemie bei Fragen und Entscheidungen rund um ihre Versammlungen und Konferenzen helfen sollen. Die FAQ steht für alle auf folgender Seite zur Verfügung: http://s.dpsg.de/covid19faq

Aus der PSG

Gruppenstunden in Zeiten von Corona? Um Ideen und Tipps wie das möglichst gut funktioniert zu bündeln, hat die PSG hier eine Online Sammlung mit Informationen zum Corona Virus, Ideen für die Digitale Vernetzung oder für Online Gruppenstunden und mit Ideen zum Helfen angelegt. Das Dokument ist offen und kann jederzeit ergänzt werden.

Alle Bundesveranstaltungen und Kurse finden bis auf Weiters online statt oder wurden verschoben. Alle aktuellen Infos finden sich auf www.pfadfinderinnen.de

Aus dem VCP

Die Seite „Gemeinsam durch die Corona-Krise“ bietet regelmäßige Updates, Empfehlungen und FAQs rund um die rechtlichen und finanziellen Entwicklungen zur Corona-Pandemie und deren Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendarbeit, aber auch Ideen für digitale Gruppenstunden und Tipps und Tricks zur Beschäftigung von Kindern und Jugendlichen außerhalb der gemeinsamen „Treffen“.

Die Bundesebene organisiert zudem regelmäßige Angebote für gemeinsame Aktivitäten im digitalen Bereich wie etwa die Zoom-Singerunde, einen Hackaton oder auch die erstmalig online durchgeführte, einwöchige „Internationale Musische Werkstatt“, kurz IMWE, mit Teilnehmer*innen aus der ganzen Welt. So können Pfadfinder*innen auch in Zeiten des Social Distancing, Zusammenhalt und Gemeinschaft pflegen- Werte, die das Pfadfinden ausmachen. Die Bundesversammlung des VCP wird in diesem Jahr zudem erst im Winter stattfinden. Dieser Beschluss des Bundesvorstands und des Bundesversammlungsvorstands angesichts der aktuellen Corona-Pandemie soll den Delegierten die größtmögliche Planungssicherheit ermöglichen und dabei gestatten, zuvor vorbereitende Landesversammlungen abzuhalten.

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Aktuelle Situation unserer Verbände aufgrund des Corona-Virus

Auf Pfadfinden-in-Deutschland.de wurden aktuellen Hinweise, Empfehlungen und Gruppenstunden-Alternativen unserer fünf Verbände gesammelt. Zusammengefasst und übersichtlich aufgelistet können hier so die derzeitigen Entwicklungen in den Verbänden beobachtet und tolle Zuhause-Ideen ausprobiert werden. 

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