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Jugendpolitische News - Update Oktober 2020// Pfadfinden in Deutschland

UPDATE
Jugendpolitische News

 

Ausgabe Oktober 2020

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Liebe Mitstreiter*innen für gute Kinder- und Jugendpolitik,

die Ziele für Nachhaltige Entwicklung standen dieses Jahr Pate für unseren jugendpolitischen Schwerpunkt. Zusammen mit weiteren Arbeitsgruppen im rdp haben wir unsere Arbeit unter dem Fokus der einzelnen Ziele näher betrachtet und auch vorangebracht.

In den letzten Monaten wurde deutlich, dass es politisch immer wichtiger wird, im Sinne der Rechte von Kindern und jungen Menschen für Frieden und Gerechtigkeit laut zu werden. Mit der Unterzeichnung des offenen Briefs von ICAN, mit der wiederholten Bekräftigung und Beteiligung an der Aktion #leavenoonebehind und mit der Bereitschaft das Projekt united4rescue zu unterstützen hat der rdp sich klar als Friedenspfadfinder*innenbewegung positioniert.

Zusammen mit den neuen Partnern stärken wir damit unser Handeln, welches unsere Werte als Pfadfinder*innen zur Grundlage hat. Immer mehr Pfadfinder*innen beteiligen sich an Demonstrationen, wie beispielsweise in einzelnen Orten bei #fridaysforfuture. Damit zeigt jedes einzelne sich engagierende Mitglied in unseren Verbänden, dass Pfadfinder*innengruppen starke Institutionen oder Partner sind, wenn es um ein Einstehen für eine gerechtere und friedlichere Zukunft geht.

Herzliche Grüße und Gut Pfad
Die Jugendpolitische Kommission des rdp


Jacqueline Weil
Jugendpolitische Sprecherin RDP, Bundesgeschäftsführerin des BdP


Anna Sauer
Jugendpolitische Sprecherin RdP


Janina Bauke
Vorsitzende der PSG


Lena Kiefer
Referentin für Jugendpolitik des VCP

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Das größte Pfadfinder*innen-Treffen der Welt

 

Das größte Pfadfinder*innen-Treffen der Welt ist nicht etwa das alle vier Jahre stattfindende Weltscoutjamboree sondern das Jamboree on the Air/Jamboree on the Internet (JOTA-JOTI).

Jedes Jahr am 3. Oktoberwochenende treffen sich weit über eine Million Pfadfinder*innen aus der ganzen Welt über Funk und im Internet. Was vor über 60 Jahren als Funkevent begonnen hat, ist somit mittlerweile das bei weitem größte Pfadfinder*innen-Treffen der Welt. In der aktuellen Pandemie, die physische internationale Treffen weitgehend unmöglich macht, sind dabei die Angebote von JOTA-JOTI umso gefragter. Und so fand auch bereits im April ein außerplanmäßiges JOTI statt.

Das reguläre Event findet dieses Jahr vom 16. bis 18. Oktober statt. Neben den verschiedensten Angeboten der Pfadfinder*innen-Weltebene wird es auch über 30 verschiedene Angebote aus Deutschland geben: Vom internationalen gemeinsamen Kochen über Diskussionsrunden, wie politisch Pfadfinden ist oder wie lokale Stämme und Gruppen von den Angeboten der Weltebene profitieren können, bis hin zu einem Singabend und einer Taizé Andacht. Viele der Angebote sind dabei öffentlich. Mehr Infos gibt es auf der deutschen Seite von JOTA-JOTI.

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Pfadfinder*innen engagieren sich als Ersthelfer*innen in Beirut

Wir alle haben sie noch im Kopf: Die Bilder der verheerenden Explosion, die Beirut am 04. August erschüttert hat und zu mehr als 100 Toten, Tausenden Verletzten und mehr als 300.000 obdachlosen Menschen geführt hat.

Was weniger bekannt ist: Unmittelbar nach der Katastrophe hat die Libanesische Pfadfinder*innenföderation ihre Mitglieder zur schnellen Hilfe aufgerufen. Und so waren bereits am Tag nach der Katastrophe mehr als 5000 Rover*innen und mehr als 500 Leiter*innen in den Straßen und Häusern aktiv: Von der anfänglichen Unterstützung beim Transport Verwundeter, der Unterstützung bei der Vermittlung von Unterkünften über Blutspenden bis hin zum Aufräumen und der Reparatur von Schäden und der Versorgung der vielen Betroffenen und Helfenden durch mobile Küchen. Zudem wurden die verschiedenen Räume der Pfadfinder*innen für Betroffene geöffnet und sie wurden dort versorgt.

So waren die helfenden Pfadfinder*innen in den Wochen nach der Katastrophe ein alltäglicher Anblick in den betroffenen Vierteln Beiruts und sind es immer noch. Finanziell wurden sie dabei auch über die Scout Donation Platform donate.scout.org unterstützt, einer Crowdfunding-Plattform speziell für Projekte von Pfadfinder*innengruppen. 

Die Arbeit der Pfadfinder*innen in Beirut kannst du hier unterstützen. 

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220.000 Pfadis für die zivile Seenotrettung

Als Pfadfinder*innen treten wir für eine gerechte Welt ein. Dabei fangen wir zuerst bei uns an, vergessen dabei aber nicht die Menschen in anderen Ländern.

Als Friedenspfadfinder*innen, Europäer*innen und Teil der weltweit größten Jugendbewegung sind wir uns in besonderer Weise unserer globalen Verantwortung bewusst. Unsere pfadfinderischen Werte sind für uns gleichzeitig Ansporn und Auftrag, die Welt ein bisschen besser zu verlassen, als wir sie vorgefunden haben.

Das schließt für uns besonders den Schutz der Schwächsten ein. Solidarität darf nicht an den europäischen Außengrenzen enden!

Als rdp möchten wir daher mit unserer Bündnispartnerschaft bei united4rescue ein Zeichen setzen, denn Menschen in Not zu helfen ist unsere Verantwortung und Seenotrettung unsere humanitäre Pflicht.

Mehr über united4rescue: www.united4rescue.com

Photocredit: facebook.com/united4rescue

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Keine Atomwaffen für die nächste Generation! 

Anlässlich der 75. Jahrestage der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki unterstützt der rdp den offenen Appell von ICAN Deutschland. Wir fordern von Außenminister Heiko Maas, Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und dem Auswärtigen Amt, sich ernsthaft für nukleare Abrüstung einzusetzen und dem Atomwaffenverbotsvertrag beizutreten!

Mit Sorge beobachten wir die globale Abkehr von Abrüstungsverträgen. Eine erneute Aufrüstungsspirale könnte katastrophale Konsequenzen haben und muss deshalb unbedingt verhindert werden.

Photocredit: flickr.com/photos/ican_de, Fotograf: Ralf Schlesener

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Aus unseren Verbänden

Aus dem BdP

Die 2. Bundesversammlung des BdP fand am 26. September 2020 digital statt.

Zentrale Beschlüsse waren:

Die Finanzierung des Aufarbeitungsprozesses durch eine zeitlich begrenzte Beitragserhöhung und die verpflichtende Teilnahme an Fortbildungs-einheiten zum Thema Prävention und Intervention von sexualisierter Gewalt für Landes-, Ortsgruppenleitungen und Teammitglieder von Großveranstaltungen

Die Verlängerung der seit drei Jahren existierenden internationalen Partnerschaft mit dem EEDF (Éclaireuses et Éclaireurs de France)

Das sogenannte Internationale Seminar soll für alle verpflichtend sein, die eine durch KJP geförderte internationale Begegnung durchführen

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Aus der DPSG

Auch die 87. Bundesversammlung tagte vom 02. bis 04.Oktober 2020 wegen der anhaltenden Corona-Pandemie wieder digital und nicht wie ursprünglich geplant physisch in Offenbach.

Inhaltlich ging es unter anderem um die institutionelle Aufarbeitung sexualisierter Gewalt im Verband und das Thema Geschlechtergerechtigkeit, das in mehreren Anträgen behandelt wurde. So hat die Bundesversammlung mit einer großen Mehrheit Satzungsänderungen beschlossen, die die Besetzung des Vorstandes für unterschiedliche Geschlechteridentitäten öffnen. Des Weiteren wurde das Positionspapier „Look at the child - with its sex, gender and 
sexual orientation“ beschlossen. Mit diesem möchte die DPSG anstreben, dass Leiter*innen sich mehr mit dem Thema Geschlechtergerechtigkeit auseinandersetzen und allen Menschen mit der gleichen Offenheit begegnen.

Zudem soll zukünftig in allen Publikationen der DPSG geschlechterneutral kommuniziert werden. Dazu wird künftig das sogenannte Gendersternchen (*) eingesetzt, um alle Geschlechteridentitäten in die Texte des Verbandes aufzunehmen.

Mehr Infos zur Bundesversammlung: http://bv.dpsg.de/

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