Frieden braucht Vielfalt – zusammen für eine tolerante Gesellschaft“: Das Friedenslicht leuchtet im politischen Berlin

Pfadfinderinnen und Pfadfinder der Ringe deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände (rdp) tragen das Friedenslicht aus Betlehem kurz vor Weihnachten in die Bundesministerien und -institutionen in Berlin und setzen so ein Zeichen für eine friedlichere Welt.

Vom 17. bis 19. Dezember 2018 war eine Delegation aus zehn Pfadfinderinnen und Pfadfindern in besonderer Mission unterwegs: Sie brachten das Friedenslicht in die Bundesministerien und -institutionen in Berlin. Das Friedenslicht wurde am dritten Adventswochenende bereits zum 25. Mal von 150 deutschen Pfadfinderinnen und Pfadfindern von der zentralen Aussendungsfeier in Linz abgeholt und am Sonntag mit dem Zug in der ganzen Bundesrepublik an Landesverbände und Ortsgruppen weitergegeben. Der Startschuss der diesjährigen Weitergabe im politischen Berlin fiel im Bundestag mit Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth. In den folgenden drei Tagen brachte die Delegation das Friedenslicht in alle Ministerien, das Bundeskanzlerinnenamt und das Bundespräsidialamt. Zum Abschluss konnten die Pfadfinderinnen und Pfadfinder das Licht am Mittwoch im Bundesministerium der Verteidigung an den Parlamentarischen Staatssekretär Dr. Peter Tauber weitergeben.

Unter dem Motto „Frieden braucht Vielfalt – zusammen für eine tolerante Gesellschaft“ forderten die Pfadfinderinnen und Pfadfinder in 2018 dazu auf, sich gemeinsam mit anderen für Frieden einzusetzen und auch im eigenen Umfeld Frieden zu schaffen. Dem Auftrag Lord Baden-Powells, dem Gründer der Pfadfinderinnen- und Pfadfinderbewegung folgend, setzen sich Pfadfinderinnen und Pfadfinder für eine bessere Welt ein. Der Einsatz für den Frieden und für das friedvolle Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen ist ein elementares Ziel ihres Engagements.

Die Besuche im politischen Berlin haben mittlerweile eine mehrjährige Tradition. Neben der Übergabe des Lichts nutzen die Pfadfinderinnen und Pfadfinder die Möglichkeit, im Gespräch unter anderem mit Bundesministerinnen und Bundesministern, Parlamentarischen Staatssekretärinnen und Parlamentarischen Staatssekretären die Bedeutung der Friedenspolitik für junge Menschen in Deutschland zu vermitteln.

Bundesministerin Dr. Franziska Giffey betonte bei der Übergabe des Friedenslichts im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: „Das Friedenslicht ist ein Symbol für die Hoffnung auf Frieden, die die Menschen verbindet – egal woher sie stammen und welche Sprache sie sprechen. Mit dem Friedenslicht werben die Pfadfinderinnen und Pfadfinder für gegenseitigen Respekt, für Vielfalt, Toleranz und für ein friedliches Zusammenleben weltweit und in unserem Land. Für dieses Engagement danke ich ihnen.“ Anna Klüsener (Pfadfinderinnenschaft St. Georg) ergänzt: „Das Friedenslicht aus Betlehem ist ein wichtiges Zeichen der Pfadfinderinnen und Pfadfinder für Frieden und besonders in der aktuellen Zeit wichtiger denn je. Es ist sehr schön, dass auch in diesem Jahr die Tradition der Überbringung in die Bundesministerien und -institutionen fortgeführt werden konnte und wir überall so herzlich empfangen wurden.“

Die Aktion Friedenslicht wurde 1986 vom Österreichischen Rundfunk (ORF) ins Leben gerufen. Jedes Jahr entzündet ein Kind das Friedenslicht an einer Flamme in der Geburtsgrotte Christi in Bethlehem. Seit nun 25 Jahren verteilen die vier Verbände der Ringe deutscher Pfadfinderinnen- und Pfadfinderverbände (BdP, DPSG, PSG und VCP) gemeinsam mit dem Verband Deutscher Altpfadfindergilden (VDAPG) das Friedenslicht in Deutschland ab dem 3. Adventssonntag. Seit dem letzten Jahr ist der Bund Moslemischer Pfadfinder und Pfadfinderinnen (BMPPD) als Anschlussmitglied des rdp bei der Verteilung mit dabei.

Näheres zur Aktion Friedenslicht in Deutschland gibt es auf der Website des Friedenslichts sowie in den sozialen Netzwerken bei Facebook und Twitter unter dem Hashtag #Friedenslicht.

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